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Krabbeltiere in der Wohnung: Wie man Sie wieder los wird

Motten, Ameisen oder Spinnen in den eigenen vier Wänden – will niemand, kommt aber vor. Gut, wenn man dann wirksame und möglichst schonende Gegenmaßnahmen kennt. Tipps von Experten.

Foto dpa

14.05.2022

Ameisen, Motten oder Bettwanzen – wer solche tierischen Mitbewohner hat, dem wird gern mangelnde Hygiene unterstellt. Dabei kommen Insekten und andere Krabbeltiere wie Spinnen meist aus Schutz vor der Kälte ins Haus. Oder auf der Suche nach Nahrung. Eine Obstschale auf dem Tisch oder der Abfallbehälter mit Biomüll ziehen sie magisch an.

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Viele Menschen verspüren ein Unbehagen, wenn die kleinen Vier-, Sechs- oder Achtbeiner im Haus sind. Der Drang, sie loszuwerden ist groß. Mit Fliegenklatsche, Klebebändern oder Insektenspray wird ihnen zu Leibe gerückt. Das Ergebnis: Einzelne Exemplare sind tot, aber die nächsten kommen ganz bestimmt.

Kerstin Effers von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät, erst einmal zu bestimmen, um welche Art Krabbeltier es sich handelt. Hilfreich dabei ist eine Liste des Umweltbundesamtes, in der viele typische Schädlinge, Lästlinge und Nützlinge aufgeführt sind. Sie enthält Hinweise, wie sie gegebenenfalls bekämpft werden können.

Der Handel bietet dazu viele Mittel an. Die Palette reicht von Sprays, Sprühmitteln, Ködern bis zu Elektroverdampfern, Strips, Streumitteln und Lichtfallen. „Beim Einsatz ist Vorsicht geboten, denn einige dieser Mittel bergen erhebliche gesundheitliche Gefahren“, sagt Effers. „Die meisten Insektensprays enthalten als Wirkstoffe Pyrethroide.“ Die Stoffe könnten zum Beispiel bei Katzen zu schweren Vergiftungserscheinungen oder gar zum Tode führen.

Vertreibung mit schonenden Mitteln

Es gibt schonendere Methoden, um die Plagegeister zu vertreiben. „Beispielsweise eignen sich Pheromonfallen als unterstützende Maßnahme gut für die Eindämmung des Schädlingsbefalls“, sagt Effers. Pheromone sind synthetische Lockstoffe, die männliche Tiere anziehen, die dann auf der Falle kleben bleiben. Dadurch wird der Fortpflanzungszyklus unterbrochen.

„Fast jeder Schädlingsbefall lässt sich ohne große Chemiekeule bekämpfen“, sagt Markus Puschmann vom Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung in Essen. Zum Beispiel Silberfischchen, die oft nicht als Schädlinge wahrgenommen würden, aber an Büchern und Tapeten beträchtliche Schäden anrichten könnten.

„Bei einem massenhaften Befall sollte man schon etwas dagegen tun“, rät Puschmann. Statt Insektenspray, in dem oft giftige Chemikalien enthalten sind, die in der Raumluft auch Menschen schaden können, empfiehlt er Köderdosen. „Aus denen nehmen die Insekten mit dem Futter den für sie tödlichen Wirkstoff auf, ohne dass er in den Raum gelangt.“ dpa
   

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