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Lichtertanz vor der Hauswand

Moderne Lichtanlagen sind komplex, die richtige Einstellung eine Sache für Profis. Aber einen einfachen Check, ob alles geht, schafft jeder auch allein – etwa vor einer hellen Hauswand.

Obwohl die Tage bereits wieder länger werden, ist es immer noch wichtig, dass die Beleuchtung am Auto einwandfrei funktioniert. FOTO JUDITH MICHAELIS/DPA

22.01.2022

Alle Lampen am Brennen? Das ist am Auto schnell geprüft. Alles, was man braucht, ist zum Beispiel eine helle Hauswand, vor die man mit dem Auto fahren kann, so der ADAC. 

Ob eingeschaltetes Warnblink- oder Abblendlicht richtig funktionieren, zeigt ja bereits ein einfacher Kontrollgang ums Auto ohne Hilfsmittel. 

Für einen Check der Bremslichter parken Autofahrer ihren Pkw rückwärts nah vor eine helle Wand. Wer auf die Bremse tritt, sollte auf jeder Seite des Wagens und in der Mitte, dort meist etwas höher, einen roten Lichtschein auf der Wand sehen. Das lässt sich über die Rückspiegel gut erkennen.

Blinker zu jeder Seite machen sich durch ihr oranges Licht bemerkbar. Allerdings müssen Autos eine Einrichtung haben, die einen defekten Blinker bemerkbar machen, so der ADAC. Früher sei das das ungewohnt schnelle Blinken gewesen, das man auch im Display sehen konnte, wenn ein Blinker ausfiel. Mit eingelegtem Rückwärtsgang zeigt sich das weiße Licht des Rückfahrscheinwerfers. Die Schlussleuchten werfen rote Flecken an die Wand. Die eingeschaltete Nebelschlussleuchte macht sich durch ihr helles rotes Licht bemerkbar. Dann drehen Sie das Auto um und stellen es mit wenigen Metern Abstand mit der Schnauze zur Wand.

Nebelscheinwerfer

So lassen sich auch Stand-, Abblend- und Fernlicht kontrollieren. Letzteres erscheint auf der Wand etwas höher, so der Autoclub. Die Leuchtpunkte etwaig verbauter Nebelscheinwerfer zeigen sich meist unter denen der Hauptscheinwerfer. Ist das Auto nah an der Wand und es ist nicht zu hell, lassen sich auch die Tagfahrleuchten erkennen.

Unterwegs im Dunklen lässt sich abschätzen, ob die Scheinwerfer richtig eingestellt sind. Die Hell-dunkel-Grenze des Abblendlichts sollte 50 bis 100 Meter vor dem Auto auf den Boden kommen, nennt der ADAC eine Faustregel. Ansonsten sollte eine Werkstatt nachprüfen. dpa


Münztrick und Zahlencode


Bis Ostern kann Straßenglätte drohen. Genügt das Reifenprofil?

 
Von Oktober bis Ostern auf Winterreifen. So lautet eine Faustregel, an der man sich immer noch gut orientieren kann, sagt der ADAC Nordrhein. Ob die alten Reifen noch genug Profil haben, lässt sich mit einer 2-Euro-Münze checken.

Deren silberner Rand ist vier Millimeter breit. Wer die Münze zwischen zwei Profilblöcke steckt und den Rand nicht mehr sieht, hat genug Profil. Zwar sind gesetzlich nur mindestens 1,6 Millimeter vorgeschrieben, das ist dem Autoclub aus Sicherheitsgründen aber zu wenig, weswegen er zu mindestens vier 4 Millimeter oder mehr rät.

Unabhängig vom Profil sollten Winterreifen spätestens nach sechs Jahren ausgetauscht werden, so der ADAC Nordrhein. Wer neue Winterreifen kauft, achtet darauf, dass er keine zu alte Lagerware erwischt.

Älter als zwei Jahre sollten Neue nicht sein. Wann Reifen hergestellt wurden, verrät die DOT-Nummer mit den letzten vier Zahlen an der Reifenflanke. „0916“ etwa steht für die neunte Produktionswoche des Jahres 2016.

Wegen der situativen Winterreifenpflicht müssen Winterreifen immer dann am Auto sein, wenn Reif- oder Eisglätte, Glatteis, Schneematsch oder Schnee auf den Straßen ist. Ansonsten drohen Bußgelder und Punkte in Flensburg. dpa